Mobilität braucht Sicherheit
 
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1969 entschloss sich die Allianz die Organisation der Werkstoff-untersuchung neu zu ordnen und führte sie in eine neue Tochtergesellschaft über: die „Allianz Zentrum für Technik GmbH“. Diese GmbH wurde jetzt geteilt in AZT-Automotive und Allianz Zentrum für Technik Risk Technology (AZT R T).
Die Allianz verknüpfte damit ein ambitioniertes Ausbauprogramm. Das neue Zentrum sollte:
  • sämtliche Tätigkeiten der Allianz in den Bereichen Schadenforschung und Schadenverhütung koordinieren,
  • alle technischen Dienste unter einem Dach bündeln und
  • seine Untersuchungen auf andere Bereiche der Sachversicherung ausdehnen.
Um all dies leisten zu können, mussten die Arbeitsbedingungen verbessert werden. Deshalb baute die Allianz ihr Zentrum bis 1977 sukzessive aus: 1970 entstand ein Neubau für die Ingenieurbüros, die Lehrschau und die Verwaltung. Im Folgejahr konnte der Chef der Allianz Alfred Haase ein neues Institutsgebäude an Max Danner, den Geschäftsführer des kurz zuvor geschaffenen Bereichs für Kraftfahrzeugtechnik übergeben. 1977 schließlich konnten die Institute für Werkstoff- und Prüftechnik ein neues Laborgebäude beziehen.
Mit dieser Ausbaustrategie reagierte die Allianz auf die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen der Zeit: Die Kfz-Versicherung war mittlerweile zu einem der wichtigsten Geschäftsbereiche geworden. Zugleich spürte das Unternehmen die Folgen der wirtschaftlichen Rezession der späten 1960er Jahre. Ingleich mehreren Versicherungszweigen hatte sich die Schaden- und Kostensituation negativ entwickelt. Die Schadenexperten des neu etablierten Bereichs Prüftechnik sollten sich noch stärker darum bemühen, Schäden vorsorglich und breitenwirksam zu verhüten und damit Kosten erst gar nicht entstehen zu lassen.
Auf ähnliche Motive verwies Alfred Haase, als er in seiner Eröffnungsrede die Forschungsziele des neuen Instituts für Kfz-Technik skizzierte und dabei sowohl die Zeitersparnis als auch die Kostenreduzierung bei der Autoreparatur hervorhob.
Im AZT arbeiteten im Verlaufe der 1970er Jahre gleich bleibend im Durchschnitt 120 Personen in den drei Bereichen Werkstoff-, Prüf- und Kfz-Technik. Im Geschäftsbereich Technische Versicherungen, dem etwa drei Viertel der Mitarbeiter angehörten, widmeten diese sich vor allem
  • der Klärung von Schadenursachen an eingesandten Schadenstücken,
  • der Schadenverhütung durch Prüfen, Messen und den Gebrauch zerstörungsfreier Prüfverfahren sowie
  • der Beratung, indem sie Vorschläge zur Verbesserung von Werkstoffen, Konstruktionsverfahren und Betriebsbedingungen entwickelten.
In dem 1972 erstmals aufgelegten „Handbuch der Schadenverhütung“ erstellten die Ingenieure des AZT, der Abteilung Technische Versicherung und Fachleute aus der Industrie an Beispielen von über 1.000 Schadenbildern einen Überblick ihrer Forschungs- und Arbeitsfelder. Das Werk erlebte mehrere Auflagen und schrieb die Entwicklungsgeschichte der Tätigkeitsschwerpunkte des AZT bis in die Mitte der1980er Jahre fort. Für diesen Zeitraum gilt, was die Arbeit des Bereichs Industrietechnik bis in die Gegenwart des Jahres 2007 prägt: Technische Innovationen und neu entstehende Industriezweige wie z.B. die Datenverarbeitung, die Kernkraftanlagentechnik oder die Medizintechnikführten und führen dazu, dass die Schadenexperten ihre Methoden und Kompetenzenpermanent weiterentwickeln und erweitern.
(Gerd Modert)
 
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