Mobilität braucht Sicherheit
 
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Hierzulande ist bei Autodiebstahl häufig der Originalschlüssel mit im Spiel. In diesem Fall kann selbst die elektronische Wegfahrsperre den Verlust des Fahrzeugs nicht verhindern. Das Allianz Zentrum für Technik (AZT) ist der Sache nachgegangen und rät Autobesitzern zu mehr Vorsicht.
Allianz Versicherungs-AG, München
Helge P. aus Münster hatte endlich seinen neuen schwarzen Porsche Boxter vom Händler geholt und fuhr damit zur Feier des Tages bei seiner Lieblingspizzeria vor. Wie immer hängte er seinen Trenchcoat an einen Haken neben den Eingang. Nach einem guten Essen mit seiner Freundin wollte er sein neues Gefährt noch ein bisschen ausfahren.
Doch als er in seinem Mantel nach dem Autoschlüssel suchte, griffen seine Hände nur ins Leere. Hektisch stürzt P. vor das Restaurant - erst jetzt wurden seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt: Der Luxuswagen war ebenso verschwunden wie schon zuvor die leichtsinnigerweise im Mantel gelassenen Autoschlüssel.
AZT hat 1000 Fälle analysiert
So oder ähnlich verlaufen die meisten Diebstähle bei Autos mit elektronischer Wegfahrsperre. Das hat das Allianz Zentrum für Technik (AZT) in 1000 Fällen untersucht. Dabei nahm es Fälle von Autoklau unter die Lupe, die der Allianz Versicherung gemeldet wurden und bei denen die Diebe Fahrzeuge mit elektronischer Wegfahrsperre entwendeten.
Das Ergebnis ist ziemlich beunruhigend: In fast der Hälfte aller untersuchten Fälle wurden die Fahrzeuge nachweislich unter Benutzung des Originalschlüssels entwendet. Bei einigen Fahrzeugmodellen lag die Quote bei über 90 Prozent.
Früher, vor Einführung der Wegfahrsperre, deren Anforderungen das AZT 1992 definierte und bei deren Einführung in Deutschland es maßgeblich mitwirkte, wurden Autos einfach aufgebrochen und kurzgeschlossen. Seitdem die elektronische Anti-Diebstahlausrüstung in Deutschland bei den Neuwagen aber Standard geworden ist und es immer weniger ungesicherte Autos auf den Straßen gibt, gehen die Diebe dazu über, sich die Originalschlüssel der Wagen zu besorgen.
Wie Diebe an die Wagenschlüssel kommen
Das AZT hat festgestellt, dass sich die meisten Täter vor einem Autodiebstahl zuerst einmal die Schlüssel beschafften. Sei es durch Diebstahl aus Manteltaschen oder durch gezielten Einbruch in Werkstätten, Büros und Häuser.
In erschreckenden fünf Prozent aller Fälle wurde es den Dieben sogar besonders einfach gemacht: Der Autoschlüssel steckte im Zündschloss oder befand sich ungesichert im Inneren des Wagens.
Auto soll schwere Beute werden
Dieter Anselm, Leiter des Fachbereichs Kraftfahrzeugtechnik im AZT, sagt: "Kein Fahrzeug ist vor Diebstahl hundertprozentig sicher. Aber Diebe neigen dazu, den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen. Je schwieriger und zeitaufwändiger es ist, ein Auto zu stehlen desto größer ist die Gefahr der Entdeckung und damit die Sicherheit für den Wagen."
In erschreckenden fünf Prozent aller Fälle wurde es den Dieben sogar besonders einfach gemacht: Der Autoschlüssel steckte im Zündschloss oder befand sich ungesichert im Inneren des Wagens.
AZT-Sicherheitstipps
Das Ergebnis der Untersuchung zeigt, dass jeder das Risiko eines Autodiebstahls verringern kann, wenn er nur wenige elementare Sicherheitsregeln beachtet:
  • Nehmen Sie immer den Wagenschlüssel mit, wenn Sie Ihr Auto verlassen und schließen Sie die Türen ab, auch wenn Sie sich nur wenige Meter vom Fahrzeug entfernen. Vergessen Sie diese Vorsichtsregeln auch nicht an Tankstellen und in Ihrer eigenen Garage.
  • Verstecken Sie keine Ersatzschlüssel in oder unter dem Fahrzeug. Diebe kennen alle "geheimen" Verstecke.
  • Lassen Sie Ihre Autoschlüssel niemals unbeaufsichtigt, z.B. bei einem Restaurantbesuch in Ihrem aufgehängten Mantel oder im Büro.
  • Wenn Sie eine Garage haben, benutzen Sie sie!
 
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Kontakt für Presse
Christian Weishuber
Allianz Versicherungs-AG
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